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Haus der Natalie

Die „Fernsehen mit Demenz“ ins Zentrum rückt.

​​​Bis zu 130.000 Menschen leiden in Österreich an einer Demenz. Laut aktuellen Prognosen werden es jedes Jahr mehr. Natalie, unsere Kollegin aus der Kommunikationsabteilung, hat in ihrer Mastarbeit untersucht, wie sich die Fernsehnutzung von Menschen mit Demenz gestaltet und auswirken kann und welche medialen Gestaltungsformate sich für diese Personengruppe eignen.

„Der Anstoß für die vorliegende Masterarbeit hat sich durch die andauernde Debatte um eine stetig alternde Bevölkerung und einen drohenden Pflegekräftemangel ergeben. Welchen Beitrag hier das Medium Fernsehen leisten kann, hat mich dabei besonders interessiert,“ so Natalie.

Ältere Menschen verbringen viel Zeit mit Fernsehen. Ob eine gewohnte Nachrichtensendung, ein Dokumentarfilm oder die Lieblingsserie: die vermittelten Medieninhalte bieten dabei nicht nur Möglichkeiten zur Integration und Teilhabe am Tagesgeschehen, sondern können auch zur Tagesstrukturierung beitragen. Unabhängig vom Schweregrad der demenziellen Erkrankung hat das Fortsetzen so einer ritualisierten Tätigkeit oft positive Effekte: 

Das Fernsehen zu einer bestimmten Uhrzeit kann eine gefühlte Kontrolle über den Alltag sowie ein Gefühl der Unabhängigkeit auslösen und bestimmte assistierende Technologien stellen dabei Unterstützung dar. Dazu gehören beispielsweise Fernbedienungen mit weniger dafür größeren Knöpfen, die die Bedienbarkeit für Personen mit einer beginnenden Demenz schon deutlich vereinfachen können. ​

Die ihre Masterarbeit mit Radiofeature vervollständigt.

Im Masterstudiengang „Journalismus und Neue Medien“ der FH Wien der WKW steht vor allem praxisorientiertes Lernen im Mittelpunkt. Die Studierenden haben hier die Möglichkeit ihrer Masterarbeit einen Praxisteil in Form einer fertigen journalistischen Arbeit beizufügen. Sozusagen als „Meisterstück“ zum Master entschied sich Natalie ein Radiofeature zum Thema zu gestalten (siehe bitte Link weiter unten). 

Dabei im Fokus stand die spezialisierte Demenzstation St. Ladislaus der Seeböckgasse ​und die Frage, wie hier genau die Fernsehnutzung der Bewohner*innen aussieht. Im Feature lieferte Institutsdirektor Christoph Gisinger die Informationen zur Demenz, während Stationsleiterin Liljana Grubesic und eine ehrenamtliche Mitarbeiterin der TOK von ihren Erfahrungen zu Film und Fernsehen mit Demenz berichten. ​​

Deren Ergebnisse sich sehen lassen können.

Auf fast 90 Seiten werden verschiedene Perspektiven der Mediennutzungs-, Medienrezeptions- und Medienwirkungsforschung zusammen mit aktuellen Studien zu „Fernsehnutzung und Demenz“ beschrieben. Die Ergebnisse ihrer Masterarbeit zeigen vor allem, dass das Fernsehen durchaus ein positives Beschäftigungspotenzial für Menschen mit einer Demenz darstellen kann. 

Trotzdem ist diese Tätigkeit natürlich stark vom individuellen Krankheitsverlauf und der Schwere der Demenz abhängig. Mit einigen wenigen gestalterischen Mitteln, können aber auch Film- und Fernsehschaffende einen Beitrag leisten: einfache Handlungsstränge, langsame Sprache sowie ein reduziertes Bildformat in Ton und Schnitt können förderlich für die Aufmerksamkeit sein. Wiedererkennungswerte steigern das Wohlbefinden während der Fernsehrezeption und regen das Langzeitgedächtnis an.

Mehr über die Ergebnisse erfahren? Hier​ geht es zur Masterarbeit von Natalie.

Das Haus der Barmherzigkeit ist stolz über diese Expertise und gratuliert Natalie zu dieser hervorragenden Leistung!

 

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hdb

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