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Junge UnterstützerInnen der MedUni Wien

Auch Medizinstudierende sind für das HB als „Helfende Hände“ im Einsatz.

Mit dem Projekt „Helfende Hände“ erlebt das Haus der Barmherzigkeit seit Ausbruch der Corona-Pandemie eine unheimliche Welle an Solidarität. Unsere KollegInnen aus der Pflege erhalten durch MitarbeiterInnen der HB-Verwaltung und externen HelferInnen aktuell auch von 27 Medizinstudierenden der MedUni Wien Unterstützung in unterschiedlichsten Bereichen. Isidor hat vier davon um einen kleinen Erfahrungsbericht gebeten.​​

 
„Fast 120 Studentinnen und Studenten unserer Lehrveranstaltung ‚Soziale Kompetenz' haben sich im März auf unseren Aufruf hin gemeldet“, zeigt sich LV-Koordinatorin Daliah Kubik über die große Hilfsbereitschaft begeistert. Um das Risiko einer Ansteckung für die BewohnerInnen so gering als möglich zu halten, musste vor ihrem Einsatz sichergestellt werden, dass die StudentInnen gesund ​und zuvor in keinem Risikogebiet gewesen sin​d.

Medizin Student*innen unterstützen im Haus der Barmherzigkeit
MedizinstudentInnen unterstützen im Haus der Barmherzigkeit
Medizin Studentin unterstützt in einem HB Pflegeheim
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Den BewohnerInnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Katharina Schulz arbeitet seit April im Pflegeheim Poysdorf und fühlt sich besonders gebraucht: „Am Ende des Tages gehe ich mit dem wunderbaren Gefühl nach Hause, ein paar Menschen Freude bereitet zu haben, die die jetzige Situation mit all ihren Einschränkungen noch viel mehr trifft, als mich selbst.“ Heimleiter Gregor Kopa: „Frau Schulz zeigt sehr viel Eigeninitiative und hat einige BewohnerInnen vor kurzem​ sogar mit einem kleinen Klavierkonzert in unserer Kapelle überrascht. Außerdem ist sie mit Zeichnungen zu einer Dame durchgedrungen, die sonst kaum spricht. 

„Dass sie immer abgesondert in ihrem Rollstuhl am Rand saß, ließ mir keine Ruhe. Also nahm ich mir Zettel und Buntstifte und setzte mich zu ihr. Daraufhin begann sie wortlos zu malen, wodurch sich zwischen uns eine Art tägliches Ritual entwickelte. Als sie sich ​auf einem Porträt, das ich gemalt hatte, mit den Worten ‚Das bin ja ich!' lautstark zu erkennen gab, war das Eis zwischen uns gebrochen. Als ich weitere Zeichnungen anfertigte, hörte sie plötzlich nicht mehr auf, zu erzählen. Sie klopfte mir sogar auf die Schulter und sagte, dass ich für sie ein Geschenk sei“, lächelt Katharina.​

Lehrreicher Einsatz für Studierende.​

„Mein Aufgabenbereich ist vielseitig. Die meiste Zeit helfe ich den Pflegekräften und HeimhilferInnen beim ​Waschen und Frisch Machen der Bewohnerinnen und Bewohner, unterstütze bei der Essensausgabe oder beim Tisch Decken und ​Überziehen der Betten. Ich beschäftige mich auch gerne mit den BewohnerInnen, spiele und plaudere mit ihnen“, erzählt uns Sarah Losek, die im Pflegekrankenhaus Tokiostraße auf Station Severin eingesetzt ist. 

Sie geht damit Aufgaben nach, die viele ihrer StudienkollegInnen als "Helfende Hände" teilen. ​„Mir war nicht bewusst, wie viel Pflegekräfte leisten. Die Arbeit erfordert sehr viel Kraft und Geduld. Ich bin dankbar über diese Erfahrung“, erzählt sie weiter. Die Unterstützung der Medizinstudierenden bleibt nicht unbelohnt. Die absolvierten Stunden werden im Rahmen eines „Wahlfachpraktikums“ angerechnet und zusätzlich dazu gibt es eine Praktikumsentschädigung. 

Verantwortungsvolle Aufgaben.

Verena Peceny und Theresa Häcker wollten durch ihre Teilnahme bei den „Helfenden Händen“ einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise leisten. Beide studieren im zweiten und achten Semester Medizin und sind im Pflegekrankenhaus Seeböckgasse für die Vorbereitung der Medikamente (Vordispensierung) zuständig. „Es ist ein verantwortungsvoller Job und ich finde es schön, wenn sich am Ende eines Arbeitstages die Stationsleiterin bei uns bedankt. Das zeigt mir, dass wir Studierenden mit der Übernahme dieser Arbeit eine große Hilfe für das Pflegepersonal sind.“

Theresa Häcker ergänzt: „Ich habe selten erlebt, dass meine Tätigkeit in einem Praktikum so sehr wertgeschätzt wird wie hier.“ Bis Ende Mai sind beide Studentinnen jedenfalls noch für die „Helfenden Hände“ aktiv. Im Sommer wird Verena wie viele andere ihrer StudienkollegInnen als Ferialpraktikantin in die Seeböckgasse zurückkehren. „Ich möchte im Haus der Barmherzigkeit unbedingt weiterhin aushelfen.“ 

Wir im HB sind dankbar für so​ viel Engagement in Zeiten wie diesen! Danke, an alle fleißigen „Helfenden Hände“! Ihr seid großartig!

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