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Haus der Palliative Care

Wo wir Expertise kollegial teilen.

Unsere Expert*innen des Palliative Care Konsiliarteams im Haus der Barmherzigkeit in der Seeböckgasse haben es sich zum Ziel gesetzt, ihr Wissen aus dem Bereich Palliative Care regelmäßig mit ihren Kolleg*innen zu teilen. Dazu bieten sie ein umfassendes Schulungsangebot der aktuellen Schwerpunktthemen des Fachbereichs an. Zudem werden auch ihre Erfahrungen und zukunftsweisenden Empfehlungen intern an die Kollegenschaft weitergegeben.

Wo wir interdisziplinäre Workshops abhalten.

So auch unsere Pflegeberaterin Tamara Archan, die für uns über den interdisziplinären Palliative Care Start-Workshop berichtet. Durch die interdisziplinäre Abhaltung der Workshops kann das Gemeinschaftsgefühl und der Austausch unter den verschiedenen Berufsgruppen bei uns im Haus der Barmherzigkeit gefördert werden. „Palliative Care ist für mich eine multidimensionale Betrachtungsweise“, klärt sie dabei auf. Zudem werden die Mitarbeiter*innen einmal mehr auf das Thema Palliative Care sensibilisiert und mögliche Handlungsspielräume in der Umsetzung aufgezeigt.

Wo wir uns um andere Sorgen.

Unsere Stationsärztin und Leiterin der Palliative Care Frau Dr. Ulrike Anglhuber-Stark widmete sich anschließend dem Workshop-Thema „Interdisziplinarität und Kommunikation im Rahmen von Palliative Care“ mit dem Ziel eine optimale Versorgung der Bewohner*innen zu erreichen. Ihre wichtigste und persönliche Botschaft dabei: „Palliative Care ist für mich Sorgekultur. Dem letzten, vielleicht vulnerabelsten Lebensabschnitt eines Menschen gehört meiner Meinung nach große „Sorge“ gewidmet“, so die Ärztin. Interdisziplinäre Gesprächskulturen liegen ihr besonders am Herzen, denn die Meinung jedes Betreuungsmitglieds zeigt unterschiedliche Perspektiven des Erlebens der Bewohner*innen auf. Sie tragen daher zur Entscheidungsfindung bei und schaffen durch ein gemeinsames Verständnis der Situation, Zufriedenheit und Zustimmung aller Beteiligten.

Gerade bei der Aufnahme von Bewohner*innen mit hoch komplexen Zustandsbildern und den damit verbundenen herausfordernden pflegetherapeutischen Situationen müssen schnelle, vorrausschauende und zielorientierte Entscheidungen getroffen werden – und das vom ersten Tag an. „Eine umfassende Ersteinschätzung inkl. Anamnese und die Erfassung der komplexen individuellen Lebenssituation im Rahmen einer palliativen Erhebung sowie Advance Care Planning (ACP) sind Schlüsselfaktoren für die wirksame Versorgung von palliativen Patient*innen“, erklärt Pflegeberaterin Tamara Archan ergänzend.

Das therapeutische Handeln erfordert, verstärkt in Krisensituationen, immer wieder die Fähigkeit, sich auf Unerwartetes einzustellen, die Therapiemittel anzupassen und ein Dranbleiben, um an die sogenannten „kleinen Erfolge“ kontinuierlich anzuknüpfen.

Unsere Ergotherapeutin Elisabeth Lehner verweist zudem einmal mehr auf den Zusammenhalt aller Berufsgruppen, welcher gerade in Krisenzeiten entscheidend ist und von unserem Team in der Seeböckgasse hervorragend bewältigt wird und wurde. „Palliative Care bedeutet für mich in erster Linie achtsam und multiprofessionell mit dem Prozess des Sterbens und dem Thema der Endlichkeit im Leben umzugehen“, so die Expertin aus dem Therapiebereich.

Wo wir Beschwerden lindern.

„Symptomlinderung in der Palliative Care“ thematisierte unsere Pflegeberaterin Daniela Metzenbauer in ihrem Workshop und setzte dabei die gesamtheitliche Betrachtung des individuellen Menschen ins Zentrum. „In der Palliativpflege geht es vorrangig darum, die Bedürfnisse und Beschwerden der Bewohner*innen wahrzunehmen und individuell pflegerische Unterstützung anzubieten mit dem Fokus auf einer empathischen respektvollen Grundhaltung“, berichtet sie. MIDOS (Minimal Documentation System) ist für sie ein unterstützendes Instrument, um die Intensität von zehn unterschiedlichen Symptomen (Schmerz, Übelkeit, Erbrechen, Luftnot, Verstopfung, Schwäche, Appetitmangel, Müdigkeit, Depressivität und Angst) einzuschätzen und so bewohner*innenorientiert auf einzelne Beschwerden einzugehen bzw. diese lindern zu können.

Krisen, wie die derzeitige Covid-Situation, treffen Menschen, die an schweren Krankheiten leiden oder im Sterben liegen, besonders stark. Auch in diesen herausfordernden Zeiten arbeiten unsere Teams zusammen, um Bewohner*innen bestmöglich in den vier Dimension der Palliativ-Versorgung (körperlich, psychisch, sozial und spirituell) zu begleiten. „Palliative Care bedeutet für mich, Schmerzen zu lindern, Angst zu nehmen und ein würdevolles Leben bzw. Sterben zu ermöglichen“, so die Botschaft unserer Palliative Care Nurse Monica Badiu.

Wo wir laufend reflektieren.

Interdisziplinäre kontinuierliche Schulungen in Form von Mikroschulung und Multiplikatoren-Schulung, um Know-how gemeinsam zu generieren, wird bei uns im Haus als Basis in der Praxis - „State of the Art“ - gesehen, um palliative Patient*innen gut versorgen zu können. Hierbei werden spezielle Themen, wie z.B. das Vorsorgegespräch und das Assessmentinstrument MIDOS zur Symptomerfassung näher betrachtet, um bestehende Unsicherheiten, Ängste bzw. Problematiken auf den Stationen gemeinsam bearbeiten zu können. Zudem wird so Raum für Fragen in Alltagssituationen oder anregende Diskussionen geschaffen. „Durch die kurze und individuelle Zeitressource dieser Schulungen ist eine Teilnahme von möglichst vielen Mitarbeitern*innen auf den Stationen bzw. aus den verschiedenen Berufsgruppen möglich“, erklärt unsere Stationsleiterin Carina Thallinger.

Wo wir die Selbstbestimmung respektieren.

„Palliative Care ist für mich, wenn möglichst interdisziplinär auf die Achtung der Menschenwürde der uns anvertrauten Bewohner*innen, Wert gelegt wird“, sagt unsere Ethikberaterin Brigitte Reich und verweist damit auf das Selbstbestimmungsrecht unserer Bewohner*innen. Dieses wurde im Rahmen mehrerer interdisziplinärer und retrospektiver Fallbesprechungen näher betrachtet. Die Erkenntnis aufgrund eines Best-Practice-Falls: Verständnis und Respekt für dieses fundamentale Recht am Lebensende entsteht durch regelmäßige interdisziplinäre Besprechungen, sowie in Gesprächen mit den Bewohner*innen inkl. einer klaren und nachvollziehbaren Dokumentation. Unterstützt wird diese durch gemeinsame Zielvereinbarungen mit Bewohner*innen und die regelmäßige Reflexion aller beteiligten Mitarbeiter*innen im Team.

Wo wir über den Tellerrand hinaus unterstützen.

Angehörige und Zugehörige unserer Bewohner*innen durchlaufen wie Patient*innen ähnliche Verarbeitungsprozesse und brauchen deshalb Raum, um über ihre Ängste, Sorgen und Unsicherheiten sprechen zu können. Dies wird bei uns im Haus im Palliative Care Angehörigencafé durch unser professionelles Team ermöglicht. Ziel ist es, den unverbindlichen Austausch der Angehörigen zu fördern und diesen mit fachlichen Informationen zu verbinden. „Das darüber sprechen schafft Erleichterung. Es sind Emotionen wie Trauer, Angst oder Wut spürbar. Die Angehörigen können durch uns im Umgang mit den aufkommenden Gefühlen unterstützt und begleitet werden“, berichtet unsere klinische Psychologin Pamela Buchberger.

Wir schätzen diese Expertise in unserem Haus sehr und sagen Danke an alle beteiligten Kolleg*innen für ihren Einsatz und ihre Bereitschaft, Wissen zu teilen.

Palliative Care Team 2021
Palliative Care Team 2021
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