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Haus der Marica

Die uns seit 30 Jahren bereichert.

Soviel Beständigkeit kann sich sehen lassen, denn Marica Rasic feiert ihr 30-jähriges Dienstjubiläum bei uns im Haus der Barmherzigkeit.

Die gebürtige Bosnierin begann ihre Karriere 1991 im ehemaligen HB Vinzenzgasse. Nach einer berufsbegleitenden Management-Ausbildung übernahm sie dort eine Station und hat darin ihre Berufung gefunden. Als Stationsleiterin steht für sie die Liebe zum Menschen, Empathie, Teamgeist, Gelassenheit und Optimismus immer am Tagesprogramm.

Im Interview gibt Marica Rasic, Stationsleiterin von St. Martin in unserem Haus in der Tokiostraße, persönliche Einblicke in über drei Jahrzehnte Vielfalt und Zusammenhalt bei uns:

Wie war es für Sie, als Sie vor 30 Jahren im HB begonnen haben?

„Ich musste als junge Frau meine damalige Heimat, Jugoslawien, verlassen und bin ohne Geld und ein Wort Deutsch zu sprechen, nach Wien gezogen. Trotz Sprachbarriere und fehlender Nostrifizierung bekam ich im HB die Chance, mein Können als gelernte Diplomierte Krankenschwester unter Beweis zu stellen. Ich begann als Stationsgehilfin, besuchte nebenher die Abendschule, einen Deutschkurs und bekam in dieser Zeit auch mein erstes Kind. Es war richtig turbulent, aber ich war sehr dankbar und froh darüber, von Menschen umgeben zu sein, die an mich glauben“, erzählt Marica.

Wenn Sie zurückblicken, was hat sich seit Ihrem Berufsstart verändert?

„Unglaublich viel. Von der Öffnung weiterer Standorte, bis hin zur Etablierung neuer Berufsgruppen und spannender Projekte. Bis heute unverändert geblieben ist jedoch die Menschlichkeit, die dieses Haus auszeichnet. Ich bin wirklich stolz darauf, in den vergangenen 30 Jahren keine negativen Ereignisse erlebt zu haben. Was mir außerdem gefällt ist, dass das HB immer am Puls der Zeit und sehr innovativ ist“, schwärmt sie.

Wie würden Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen beschreiben und was sind Ihre beruflichen Steckenpferde?

„Viele sehen in mir einen Ruhepol. Ich versuche immer einen kühlen Kopf zu bewahren und bin nicht impulsiv. Da ich mittlerweile in allen Bereichen innerhalb des HB viel Erfahrung gesammelt habe, kann ich mich sehr gut in meine Mitarbeiter*innen hineinversetzen und für verschiedenste Situationen Verständnis aufbringen. Daher ist Teamgeist wohl meine größte Stärke. Was ich meinen jungen Kolleginnen und Kollegen gerne als Rat mitgebe, sind diese drei Glaubensätze: Werde dir klar, wer du bist. Triff eine Entscheidung. Setze Maßnahmen. Denn jede Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt“, hält Marica für uns fest.

Wie erleben Sie die Zeit der Pandemie?

„Besonders herausfordernd ist es, den Bewohner*innen zu erklären, warum sie keinen Besuch empfangen dürfen oder was das Coronavirus überhaupt ist. Die neuen Medien sind dabei glücklicherweise eine große Hilfe und für die Bewohner*innen ein virtuelles Tor zur Außenwelt. Ich bin außerdem sehr froh, dass die Impfbereitschaft in der Tokiostraße sehr hoch ist und hoffe, dass damit bald ein Ende in Sicht ist. Am wichtigsten ist, dass unsere Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal gesund bleiben“, schildert sie uns.

Gibt es in Ihrem Berufsalltag Momente der Dankbarkeit?

„Jeder Bewohner hat seine eigene Geschichte, die mich auf irgendeine Art und Weise geprägt und verändert hat. Es gibt kein schöneres Gefühl, als Menschen zu helfen. Deshalb habe ich diesen Beruf gewählt. Eine Begebenheit wird mir aber in diesem Zusammenhang immer in besonderer Erinnerung bleiben: Es gibt eine Bewohnerin, die ich schon 20 Jahre lang begleite. Sie ist quasi mit mir aus der Vinzenzgasse in die Tokiostraße übersiedelt und hat sich mittlerweile so sehr an mich gewöhnt, dass sie jeden einzelnen meiner Kolleginnen und Kollegen mit meinen Namen anspricht“, verrät uns Marica im Gespräch.

Was unternehmen Sie in Ihrer Freizeit?

„Am liebsten verbringe ich die Zeit mit meiner Familie und reise sehr gerne. Hinzu kommt, dass ich in den letzten Jahren das Fitnessstudio für mich entdeckt habe. Ich bin der Meinung, dass Sport ein sehr guter Ausgleich zu unserem Beruf ist. Während der Corona-Pandemie ist der Besuch im Fitnessstudio allerdings nicht möglich, so dass ich mich derzeit mit Spaziergängen in meiner Nachbarschaft begnügen muss“, hält Marica abschließend fest.

Wir gratulieren Marica zu ihrem 30-jährigen Dienstjubiläum bei uns im Haus der Barmherzigkeit und bedanken uns dafür, dass sie unser Haus durch ihren wertvollen Beitrag und ihre Treue zu einem Herzensort macht.

hdb

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