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Wie alt können wir wirklich werden?

Haus der Barmherzigkeit Institutionsdirektor Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger stellte sich dieser Frage bei den letzten internationalen Sommergesprächen der Waldviertler Akademie. In seinem Vortrag „Biologische Möglichkeiten und Grenzen. Worauf hoffen wir, wovor fürchten und was wünschen wir uns?“ ging Dr. Gisinger auf die vorherrschende Rekord-Lebenserwartung ein.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung des Menschen verdoppelt. Gründe dafür sind auf der einen Seite Verbesserungen der medizinischen Versorgung und Hygienebedingungen, aber auch die drastische Reduktion von Kindersterblichkeit. Entwicklungen, die vor allem in der täglichen Diskussion um das Pensionssystem deutlich werden.

Das für den Menschen biologisch potenzielle Maximalalter liegt bei 125 bis 130 Jahre. Damit zählt der Mensch unter den Säugetieren auch zu jenem Lebewesen mit der höchsten maximalen Lebenserwartung, gefolgt vom Elefanten.

Um den Alterungsprozess zu beeinflussen und damit die maximale Lebenserwartung zu erhöhen, gibt es bis jetzt eine einzige verfügbare Methode: die kalorische Restriktion.
Bei der kalorischen Restriktion wird die Kalorienzufuhr reduziert und gleichzeitig Spurenelemente, Vitamine und andere lebenswichtige Stoffe substituiert. Getestet wurde die Methode bisher nur im Tierversuch und bringt bei Mäusen immerhin eine Erhöhung der Lebenszeit um bis zu 40%.
Ob die Effekte kalorischer Restriktion auch ohne hungern und mit Medikamenten erreicht werden können, wird momentan noch erforscht, erklärt Dr. Gisinger.

Im zunehmenden Alter steigt erfahrungsgemäß auch das Risiko, eine chronische Krankheit zu erleiden. Hier kann allerdings, zum Beispiel bei der Altersdemenz, eine positive Entwicklung festgestellt werden. Die Anzahl an Menschen, die an Altersdemenz erkranken, nimmt tatsächlich ab. Als Grund für diese Entwicklung werden vor allem der steigende Bildungsgrad der Bevölkerung und die damit einhergehende kognitive Anstrengung bis ins höhere Alter gesehen.

Wie können wir uns also möglichst lange fit halten? Die beste Taktik für ein langes und gesundes Leben sei eine Kombination aus physischem (Kraft-)Training, wie zum Beispiel tanzen und kognitivem Training, um Körper und Geist gleichermaßen aktiv zu halten. „Es ist nie zu spät.“ motiviert Dr. Gisinger.

Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger, an der Waldviertler Akademie.

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hdb

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